Interview für Leuchtfeder.de im Mai 2016

Wer nicht wagt...“ 

 

 http://www.leuchtfeder.de/news-1928.html

 

Wochenspiegel vom 11.11.2015

Mutter, Krimiautorin und Verlagschefin“ 

 

 http://www.wochenspiegellive.de/eifel/kreis-euskirchen/kall/artikel/mutter-krimiautorin-und-verlagschefin-34733/

 

 

 

 

Kölnische Rundschau vom 07.01.2014

Wenn die Kinder schlafen, erwacht der Mörder“ 

 

Von RAMONA HERMES

KREIS EUSKIRCHEN. Wenn die Kinder schlafen, wird im Hause Schelhove der "Mörder" wach - und zwar im Computer, wenn Ulrike Schelhove schreibt. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen im Alter von vier und zwei Jahren in Kall und hat nun ihren ersten Krimi veröffentlicht.

"Der Kindermacher" ist ein Eifelkrimi, mit dem sich die 38-Jährige einen Traum erfüllt. Nach ihrem Abitur hat Schelhove drei Jahre lang als freie Journalistin gearbeitet und dann eine Ausbildung bei einer Versicherung absolviert. "Ich habe dann bundesweit Seminare in der Vertriebsschulung gegeben und irgendwann einfach gemerkt, dass mir das Schreiben doch etwas fehlt", erzählt die Kallerin. Und zwar so sehr, dass sie an der Hamburger Fernschule einen Kurs gemacht hat: "Die Schule des Schreibens". Ganze drei Jahre hat der Kurs gedauert und Schelhove auf eine wegweisende Idee gebracht. "Ich wollte auch mal einen Krimi schreiben. Und weil ich so gerne Krimis mit Lokalkolorit mag, sollte es dann auch einer werden", berichtet die Autorin von den ersten Überlegungen zu ihrem Erstlingswerk. "Aber nicht so einer, wo jedes Ästchen und jede Weggabelung beschrieben wird. Die Handlung sollte schon im Vordergrund stehen", sagt sie lachend. Gesagt, getan. Während ihrer noch andauernden Elternzeit schrieb sie "Der Kindermacher". Mit drei kleinen Jungs im Haushalt war das nicht immer eine leichte Angelegenheit. Oft schrieb sie ein Stück, wenn die Kinder ihren Mittagsschlaf hielten - für eine halbe Stunde. Auch an den Abenden oder am Wochenende nutzte sie die Gelegenheiten zum Schreiben. Auf den ersten Blick scheint es schwierig zu sein, sich für "nur" eine halbe Stunde wieder in die Handlung einzufinden.

Doch Schelhove hatte einen Trick: "Ich habe nie bei einem komplett neuen Kapitel weitergeschrieben, sondern mir, wenn ich aufhören musste, immer eine Art Cliffhanger gebaut, so dass ich ganz leicht wieder in den Text hineingefunden habe." Sicherlich half ihr auch die gute Vorbereitung. Die Handlung hatte sie bereits vor dem eigentlichen Schreibprozess komplett durchgeplant, sodass sie strukturiert arbeiten konnte. Außerdem wälzte sie vier Wochen lang verschiedene Fachliteratur - zum Beispiel darüber, wie Krimis idealerweise aufgebaut werden oder wie eine Mordkommission arbeitet. "Ich wollte ja, dass auch alles realistisch ist." Nach viereinhalb Monaten war er dann fertig, ihr erster Eifelkrimi. Das Buch gibt sie im Eigenverlag heraus und vertreibt es online via "Amazon".

Der Krimi ist nun seit rund sieben Wochen auf dem Markt, bei Amazon und in der Kaller Buchhandlung Pavlik zu erwerben und hat sich laut Schelhove bereits rund 1000 Mal verkauft. "Damit bin ich sehr zufrieden. Ich glaube, für das erste Buch eines unbekannten Autors ist das ein gutes Ergebnis." Anfang des Jahres soll zu dem Krimi eine Lesung in der Kaller Gemeindebücherei stattfinden.Die Arbeit an dem Krimi hat Schelhove sogar so gut gefallen, dass sie sich beruflich nun komplett aufs Schreiben konzentrieren möchte. Außerdem arbeitet sie gerade an den ersten drei Bänden einer geplanten Kinderkrimiserie. "Insgesamt zehn Bände sollen es schon werden. Damit man auch erkennt, dass es eine Serie ist, sollen aber die ersten drei zeitgleich auf den Markt kommen."

Die Kinderkrimis drehen sich dann um die Abenteuer eine Kinderbande aus Dreimühlen und behandeln Themen, die auch Kinder interessieren. So heißen die ersten beiden Bände der Serie "Den Hundedieben auf der Spur" und "Sorge um das Kinderheim". An dem dritten Band arbeitet Schelhove noch. Wenn die Kinder im Hause Schelhove das nächste Mal zu Bett gehen, wird also fleißig weiter gemordet und ermittelt werden. Ich wollte auch mal einen Krimi schreiben. Und weil ich so gerne Krimis mit Lokalkolorit mag, sollte es dann auch so einer werden. Der Krimi behandelt ein brisantes Thema: Designerbabys. In Ulrike Schelhoves Geschichte wird der Euskirchener Inhaber einer lukrativen Kinderwunschklinik, der selbst kinderlos geblieben ist, aus dem Hinterhalt erschossen.

Im Laufe der Ermittlungen, die von der Kallerin Ilka Landwehrs und dem Eickser Kommissar Stettenkamp durchgeführt werden, stellt sich heraus, dass in der Klinik illegal Designerbabys erschaffen wurden. Die Verdächtigen reichen von den örtlichen Jägern bis zur eigenen Ehefrau. Auch beschäftigt sich der Krimi mit der schwierigen Frage, was ethisch vertretbar ist, was nicht und wie schwierig es ist, in sogenannten Grauzonen ein Urteil zu fällen. "Ich selber bin für künstliche Befruchtungen, da Paare unter ihrer Kinderlosigkeit doch sehr leiden können. Ich spreche mich jedoch gegen eine Selektion, also die Designerbabys aus", verrät die Autorin ihre Ansicht. Allerdings ist die Lage auch für sie längst nicht immer eindeutig: "In dieser Grauzone, zum Beispiel bei schweren Erbkrankheiten, möchte ich es mir nicht anmaßen, ein Urteil zu fällen.(her)  Insgesamt zehn Bände sollen es schon werden. Damit man auch erkennt, dass es eine Serie ist, sollen aber die ersten drei zeitgleich auf den Markt kommen.

RAMONA HERMES

 

 

 

 

Interview für fabelhafte-Bücher.de:

 

http://www.fabelhafte-buecher.de/buecher/autoren-und-schriftsteller/ulrike-schelhove/

 

 

 

Kölnische Rundschau vom 25.03.2014:

Die Abenteuer der Schwertfegerbande“

 

http://www.rundschau-online.de/eifelland/eifelkrimi-reihe-fuer-kinder-die-abenteuer-der--schwertfegerbande-,16064602,26655790.html

 

 

 

Interview mit dem Online-Verlag Krimi-Tick vom 25.12.2013

 

http://www.krimi-tick.de/2013/12/25/autoren-im-fokus-das-interview-mit-ulrike-schelhove-der-autorin-des-eiffel-krimis-der-kindermacher/

 

 

 

Bericht im Rhein-Eifel-TV

 

http://www.rhein-eifel.tv/ulrike_schelhove.htm

 

 

 

Interview in der Fachzeitschrift „Treffpunkt“:

 

Im treffpunkt-Interview erzählt Ulrike Schelhove, wie sie die Arbeit am Krimi und die Schule des Schreibens parallel zu ihrem Alltag mit drei kleinen Kindern gemanagt hat.

 

treffpunkt: Glückwunsch! Ihr Buch ist superspannend und sieht als Printversion ebenso wie als E-Book dazu noch echt professionell aus. Hatten Sie bei der grafischen Herstellung Unterstützung?

 

US: Ich glaube, für jemanden, der einigermaßen gute PC-Kenntnisse und die Zeit hat, sich einzulesen, wie man eine Word-Datei so konvertiert, dass man sie als E-Book bzw. Taschenbuch hochladen kann, ist das Handling kein Problem. Ich hatte keine Zeit und auch keine Lust, mich da einzuarbeiten. Im Internet habe ich einen Autorenkollegen gefunden, der die Konvertierung für kleines Geld professionell anbietet. Und einen Grafiker, der zum fairen Preis ein gut gemachtes Cover erstellt hat. Ich denke, wenn man ein Buch veröffentlicht, was sich auch gut verkaufen soll soll, dann muss man in die Dinge, die man selbst nicht kann, investieren. Das Ziel guter Selbstverleger ist es ja, unseren Verlagskollegen nicht nachzustehen. Wieviel Zeit haben Sie dafür benötigt, bis alles so aussah, wie Sie es wollten?

 

US: Insgesamt habe ich drei Wochen gebraucht, allerdings musste ich mich in die Materie Selfpublishing ja auch erst einmal einarbeiten. Meine Kinderkrimiserie „Die Schwertfegerbande“ ist gerade veröffentlicht. Da habe ich von den bisherigen Erfahrungen enorm profitiert. Beim zweiten Mal geht also alles schon schneller und leichter.

 

treffpunkt: War der Krimi nach dem Hochladen sofort online?

 

US: Das E-Book war nach 12 Stunden online und die Taschenbuchausgabe, die über die amazon-Tochter createspace veröffentlicht wird, nach 5 Tagen. Die Plattform nimmt eine Prüfung vor, daher dauert es diese Zeit.

 

treffpunkt: Das E-Book kostet 2,95€ als kindle Edition und 9,98€ als gedrucktes Werk. Konnten Sie selber festlegen, wieviel Ihr Buch jeweils kosten soll?

 

US: Ja. Dass ich den Preis selbst festsetzten kann, um als neue Autorin marktfähig zu sein, und trotzdem einen Gewinn zu machen, ist ein Vorteil. Den Weg in die Buchhandlungen findet man so natürlich schwerer. Die muss man dann selbst beliefern, wenn das gewollt ist. In meiner Heimat hatte ich den Vorteil, dass Kunden im Buchladen nach meinem Buch gefragt haben. So war der örtliche Buchhändler natürlich offen für meine Lieferungen.

 

treffpunkt: Wie viele Verkäufe, beziehungsweise Downloads gab es schon?

 

US: Nach knapp zwei Monaten hatte ich Anfang 2014 bereits 863 Bücher verkauft. Über zwei Drittel davon waren E-Books.

 

treffpunkt: Sie haben parallel zum Studium an der Schule des Schreibens mit dem Krimi begonnen - wie kamen Sie auf die Idee?

US: In einem der Belletristik Studienhefte ging es um dieses Thema. Das hat mich total gefesselt. Parallel dazu habe ich von dem recht bekannten Kurzkrimi Wettbewerb "Tatort Eifel" erfahren, Und mitgemacht. Den Wettbewerb habe ich zwar nicht gewonnen, und endgültig festgestellt, dass mir Kurzgeschichten nicht wirklich liegen, aber die Idee, einen Eifel-Krimi zu schreiben, hat mich nicht mehr losgelassen. 

treffpunkt: Mit "Der Kindermacher" eröffnen Sie ihre erste Krimiserie, die bei ihnen um die Ecke spielt...

US: Für mich war von Anfang an klar, dass mein Krimi in meiner Region, der Eifel, spielen sollte. "Der Kindermacher" sollte aber auf keinen Fall ein Regionalkrimi werden, in dem die Landschaft oder der vermeintlich typische Eifeler im Vordergrund steht. Ich habe mit der Handlung ein gesellschaftliches Thema aufgegriffen und sie in meiner mir vertrauten Heimat angesiedelt.

treffpunkt: Wie lange haben Sie an der Idee herumgedacht, recherchiert, Szenen überlegt, den roten Faden geknüpft, bis sie losschreiben konnten - oder mit anderen Worten wie bereiten Sie sich auf das Schreiben eines detailreichen Krimis vor?

US: Die Vorbereitung hat fast solange in Anspruch genommen wie das Schreiben selbst.Zunächst habe ich mich durch jede Menge Fachliteratur gekämpft. Wie baut man klassisch einen spannenden Krimi auf? Wie sieht die Arbeit einer Mordkommission aus? Wie arbeitet ein Gerichtsmediziner? Die grobe Handlung und damit der rote Faden standen recht schnell für mich fest. Dann habe ich alle Figuren entworfen. Wie sehen sie aus, wie kleiden sie sich, was haben sie in der Vergangenheit erlebt, wie reden sie? Für die einzelnen Szenen hat es im Kopf schon eine Weile gebraucht. Ich habe dann jedes Kapitel gerüstartig geplant und skizziert. Es hat mich zwischendurch schon in den Fingern gejuckt, endlich loszuschreiben. Aber es war mir wichtig, dass die Handlung von Anfang bis Ende schlüssig und logisch aufgebaut ist.

treffpunkt: Im Internet zeigen Sie Fotos der Krimi-Schauplätze: kennen Sie jede Location im Buch aus eigener Anschauung?

US: Den "Tatort" habe ich mir mit meinen damals anderthalbjährigen Zwillingen zusammen ausgeguckt. Die haben natürlich überhaupt nicht verstanden, was Mama da mit Block und Kamera solange in einem öden Pfad herumsteht. Auch die anderen Schauplätze kenne ich persönlich.

treffpunkt: Wie lange haben Sie dann insgesamt am Roman geschrieben?

US: Mit den Vorarbeiten gut fünf Monate. Aber ich habe auch jede freie Minute, die ich hatte, genutzt. Das war immer mittags, wenn die Kinder schliefen, und abends. An den Wochenenden natürlich auch. Ich habe regelrecht darauf gewartet, endlich weiterschreiben zu können.

treffpunkt: Sie sind Mutter von drei kleinen Kindern. Da muss man zwangsläufig gut organisiert sein. Können sie auf Knopfdruck schreiben, wenn es der Alltag zulässt?

US: Ja, meistens schon. Das funktioniert aber nur, weil ich die gesamte Handlung vorab detailliert plane. Wenn ich dann am Laptop sitze, weiß ich ziemlich genau, was ich schreiben werde.

treffpunkt: Wie hat ihnen das Wissen aus dem Lehrgang der Schule des Schreibens geholfen, zu schreiben?

US: Zu wissen, was zum guten Schreibhandwerk gehört, ist sicher das A und O. Das lernt man in der Schule des Schreibens auf jeden Fall. Vieles wäre mir ohne den Lehrgang gar nicht bewusst gewesen, ich hätte also beim Schreiben auch nicht darauf geachtet.

treffpunkt: Machen Sie Werbung für ihr Buch?

US: Ich denke, als unbekannter Autor muss man Werbung machen, um in der Masse der Bücher gesehen zu werden. Ich habe zu Anfang Werbung über Facebook gemacht, viele meiner Freunde haben sie dann geteilt. Im Dezember habe ich zwei Werbeaktionen im Internet gemacht, die sich gezielt an E-Book-Leser richteten. Und die regionalen Zeitungen habe ich angesprochen, sie haben über das Buch berichtet. Auch Lesungen wird es in meiner Heimat in diesem Jahr geben. Hier wurde ich angefragt, bevor ich selbst daran gedacht hatte.

treffpunkt: Sie arbeiten derzeit bereits am zweiten Band um die Eifeler Kommissare Landwehr & Stettenkamp.

US: Ja, diesmal geht es um einen Serienmörder in den Anfängen seines Tuns. Es wird also mindestens zwei Morde geben, bevor er gestoppt wird. Ich habe vor, so viele Bände zu schreiben, wie die Leute lesen wollen. Das werde ich dann an den Verkaufszahlen sicher merken. Hoffentlich positiv.

treffpunkt: Bestimmt! Ihr erster Band wird bereits mit den Berndorf-Krimis verglichen.

US: Wenn eine Leserin schreibt, dass sie bis dato nur Berndorf-Krimis gelesen und ihr mein Buch nun genauso gut gefallen hat, dann macht mich das natürlich sehr glücklich.

 

 

treffpunkt: Vielen Dank für das Interview, Frau Schelhove...